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habe, nichts vermag. Leite mich, o Herr! so werde ich nicht irren, leite mich zu deiner Wahrheit! Soll ich noch länger hier wohnen, Herr! so heilige mich. Gib, daß ich mein Leben dir und meinem Nächsten weihe.
Laß mich nicht den Spott der Gottlosen fürchten, noch den Hohn der Hoffärtigen. Ents reiß meine Seele den Stricken des Verführers. Laß mich mit dem Munde bekennen, und im Herzen empfinden, du seyest der Herr, und kein wahres Glück sey außer dir. Gib Stärke zu meinen Geschäften, erleuchte meinen Verstand, erhebe mein Herz, daß es begierig werde, nicht der Welt, sondern dir gefällig zu werden. Gib mir die Ruhe, Herr! die Ruhe, die Begleiterinn der wahren Tugend. Kann Betrübniß und Leiden mein Herz bessern, Herr! so gib mir auch meinen Theil an Kummer und Schmerzen. Du wirst deinem Kinde keine Last auflegen, die es nicht ertragen kann.
Gib mir nicht den irdischen Reichthum, der die Seele erniedriget, und den die blasfe
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