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Nachdenken über das heil. Abendmal.
Lebens hast du, o Gott, zu meiner größten Wohlthat ges macht. Mehr, als Sand am Meer, sind deine Gnas den. Wo ist ein Gott, wie du! thitest
2) Eine dankbare Erinnerung und Lobpreisung theines Heilandes, der am Kreuze gestorben ist. O Gott! da Jesus, dein Sohn, der Allerhöchste, dein Geliebtester, hier am Kreuze stirbt, so soll mir dies fer Anblick die Wahrheit tief einprägen, daß nichts, als liebevoller Gehorsam gegen dich, uns vor dir theuer und werth macht. Dieß soll meinen himmlifchen Sinn mit neuer Starke beleben. Nicht in den Gütern dieser Welt, im Beyfall und Ruhm, im Anschn, Geld und Macht der Erde; sondern in dem Besiz deiner durch Jesum den Gefreuzigten uns erworbenen Gnade und Selig: Feit im Himmel, will ich von nun an mit verstärktem Eifer mein Ein und Alles suchen.
3) Dankbare Erinnerung und Lobpreis fung eines Heilandes, der für unsere Sünde gestorben ist.
Welch ein einleuchtender schrecklicher Beweis deines heis ligsten Haffes gegen alle Sünde, und deiner vollkoms mensten Strafgerechtigkeit! Dieß soll dann auch meis nen Haß und Abscheu gegen alle und jede Sünde vers stärken. Keine einzige will ich hegen. Jede will uh ver: abscheuen; ewig haffen und verbannen. Auch alles Glück der Welt foll mir nichts werth, soll mir schrecklich seyn, wenn ich es durch Sünde erkaufen muß.- Mein Gott! öffne du mir selbst die Augen, und stärke mich Schwa: chen. Dieß aber soll auch mein Vertrauen auf dich, durch Jesum Christum stärken und beleben. Durch seinen Tod find nun alle meine Sünden versöhnet. Auch alle meine noch fortdaurenden Mängel und Schwachheiten gut gemacht. Nun kann mein Glaube, in dir, einen gnädigen Gott anbeten, zuversichtlich deinen fortivährens den Beystand zu allem Guten bis an meinen seligen Tod


