mit Fürbitte und Danksagung.
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be! und der Reichthum deiner Güte und Langmuth ist gang unaussprechlich, du barmherziger Bater, der du so viel und so grosmüthig wohlthust!
Denn wer sind wir Armen, die du mit Wohlthaten überhäufft? Unmürdige, die nichts verdienen! Süns der, die nur Strafe verdienen! Du Allwiffender, Aller: heiligster, weist, daß wir täglich viel Gutes vernachläßis gen, und manches Böse verüben, in Trägbeit und Got: tesvergessenheit dahin leben, ja wohl gar die Gaben deis ner Huld mißbrauchen, wider dich zu fündigen, und durch Müßiggang, durch Neid und Zwietracht, durch Berläumdung und übleNachrede, durch Ungerechtigkeit, Unkeuschheit, Stolz, Herrschsucht und dergleichen fündlis che Begierden die Ordnung deines Reichs und den Wohl: stand deiner Menschen zu stören, hingegen Verwirrung und Elend in deiner Welt zu verbreiten. Ach welch ein strafbarer Undank und Ungehorsam ist das alles gegen dich, du guter Gott, der du unser allerliebreichster und frengebigster Wohlthäter bist!
Wir schämen uns darüber und scheuen uns unsere Aus gen aufzuheben gen Himmel: aber mit ernstlicher Reue über alle unsere Sünden, flichen wir zu deiner Gnade und zu dem Verdienste deines Sohnes, den du, o ewige Liebe, dahin gegeben, daß alle, die an ihn glauben, nicht vers loren werden, sondern das ewige Leben haben. Wenn wir unsere Sünden inniglich bereuen und verabscheuen, sie aus allen Kräften meiden und dagegen uns ernsts lich bestreben, nach deinen Geboten als fromme Mens fchen zu leben; so sind wir unseres Antheils an dem gans zen Segen unserer Erlösung, gemiß. Dann haft du alle unsere Sünden vergeben, deine Gnade uns wieder geschenkt, und uns zu deinen Freunden und Kindern, durch Jesum Christum wieder angenommen.
Und nun, du Allwiffender und Allweiser Gott, dess sen unendlichem Verstande nichts zu groß und nichts zu


