Der 17te Julius.
Jeßt dämmert dem Bewohner des Südpols die Morgenrdthe immer höher herauf; jetzt wird ihm ein schmaler Streif der Sonne sichtbar; end; lich erblickt er sie ganz und kniet ehrfurchtsvoll nies: der: Quelle und Erhalter des Lebens!( ruft die: fer Wilde der Sonne zu) nns zu ftrafen entzogst ,, du dich uns; nun aber stehen wir halb Erstorbne auf und leben. Dentzeuch dich uns so bald nicht ,, wieder! Hier find Opfer, und zum Zorn wols ,, len wir dich nicht mehr reizen.
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Gott! dieser minder glückliche Mitbürger ehret dich in dem Geschöpf und mißkennet dich. Heil mir, daß ich dich aus deinem Worte und in deinem Sohn erkenne, und mich freue. Er betet die Sonne an: ich ihren HErrn. Seine Gottheit verbirget sich Monate lang vor ihm: ich aber bin immer in der Hand des lebendigen Gottes!
Bald wird der Nordpol nun wieder das erste Schneegestöber sehen: der Südpol aber hoffet, daß feine Eisgebürge in etwas dufthauen sollten. Hat jener nun nicht für den ankommenden Winter ge forget; und wird dieser nicht, so lange die Sonne scheint, seinen Fleiß verdoppeln: wehe alsdann den Einwohnern von beiden: Seine Hütte muß bedas chet, sein Fischfang und feine Renuthiersjagd bes forget seyn: denn es folget- ein langer Winter. Mir aber, dem die Gnadenfonne leicht auf ewig untergehet, mir drohen gleichfalls Mangel und dufferstes Elend, wann ich nicht noch an diesem Abend mein Haus bestelle. Der Bewohner der Polargegend hat noch den Vorzug vor mir, daß er die Zeit seiner Heimsuchung voraus berechnen
fann:


