Der 6te Julius.
verdienen jetzt mein Mitleiden, wofern es ihnen helfen fonte. Einige dieser Verworfnen wünschen, daß ich bald ein Mitgenoß ihres Elendes sey: andre wünschen mir Bekehrung und Seligkeit. So ist das Reich unter sich uneins! Wie hier die laster die Seele zerrütten: so und noch mehr auch dort.
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Welch eine stille Sommernacht! desto deutlis cher hör ich das Geschrei tn der Unterwelt. Mich dünkt, ich sehe das drohende Händeringen, die funs kelnde Augen; ich höre die Flüche und-- jedoch
Der Teufel hat nicht macht an mir:
Ich habe bles gefündigt dir,
Dir, der du Missethat vergiebest.
Was maßt sich Satan dessen an,
Der kein Geset mir geben kan, Nichts hat an dem, was du, Herr! liebest? Er nehme das, was sein ist, hin: Ich weiß, daß ich des Herren bin.
Der ote Julius.
Wirbelnder Unbestand strömt durch die Natur:
Immer derselbe Gott! nie dieselbe Kreatur!
Vor or hundert Jahren waren dieser Tisch, diese
Stühle um mich her zum Theil ein flüßiger Körper; dieß Buch war es gleichfalls, und mein Leib vielleicht auch auf tausend Meilen weit durch Elemente vertheilt. Wie lange, so lösen Brand
oder


