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XV. Jesus wird begraben.
Die Feinde Jefu haben ihre boshafte Aba ficht erreicht; sie sahen Jesum am Kreuze era blaffen. Allein gleich nach seinem Tode era eigneten sich Dinge, die für seine Unschuld und für die Göttlichkeit seiner Person laut genug sprachen: der Vorhang des Tempels riß mitten entzwey, die Erde bebte, die Sona ne ward verfinstert, Felfen zerbarsten und die Gråber öffneten sich. Der Hauptmann und die, so mit ihm Jefum bewachten, sprachen: " Ja, wahrhaftig, dieser Mensch ist unschulz. big; er war Gottes Sohn." Auch das Volk schlug an seine Bruft. Die frommen Raths.. herren, Joseph und Nicodemus, veranstalteten ihm ein ehrenvolles Begräbniß. Die erbitters ten Juden versiegelteu das Grab, und besetzten es mit einer Bache, damit nicht der Verstorbene, feiner Vorhersagung gemäß, am dritten Tage von den Todten auferstehen möge. Allein, was vermögen alle Anschläge der Menschen gegen Gott, der die Gerechten beschützt und mit Ehre front? Am dritten Tage erstand Je sus glorreich aus dem Grabe.
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Wenn auch uns dereinst die Ruhe des Grabes tröstlich, und eine glorreiche Aufers fehung uns zu Theil werden soll, so müssen wie Jesu im Leben, Leiden und Tode getren


