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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Johann H. Witschel
Entstehung
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Friede ziemt den Menschen! Laßt die Thiere Sich in Grimm und Unvernunft entzweyn. Eins ist noth und euer Stifter wollte

Dieses Einzige der Welt verleihn. Darum starb er blutig an dem Kreuße, Daß sein Tod das letzte Opfer sey; Darum siegten jene Ungeheuer, Daß die Unvernunft geachtet sey. Meinen Frieden gebe, meinen Frieden Laffe ich euch! Kennt ihr dieses Wort? Diesen Frieden habt ihr långst gebrochen. Worte habt ihr doch der Geist ist fort. Dieß ist, sprecht ihr, eine harte Rede, Welcher die Erfahrung widerspricht. Ach! es ist im Kleinen nur geholfen. Helft im Ganzen! Dieses wollt ihr nicht. Euer Wille hat das Band zerrissen, Hat der Zwietracht Fackel angebrannt. Wollet; und der Friede ist geschlossen Und die Christen gehen Hand in Hand.

Haben wir nicht Einen Gott und Vater? Schlieffet uns nicht Eine Erde ein? Eine Wahrheit, Eine Tugend, Brüder, Wird der Weg zu Einem Himmel seyn.