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Särge werden aus dem Grab geriffen Städte dampfen
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Reiche sind entzweyt
Halbverbrannte Todtenbeine rauchen Gift und Dolch sind unserm Gott geweiht; Ihm, dem Gott der Liebe, der uns Alle Nährt und schüßet unser Lebenlang; Jhm, dem Vater, dessen Sonne scheinet Von dem Aufgang bis zum Niedergang!
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Hat euch dieses euer Herr errungen, Als er blutig an dem Kreuße starb? Ach! dann Schade, daß der Unglückssaame Nicht in seinem ersten Keim verdarb.
Euer Meister sprach das Wort des Friedens; Doch ihr wählet eine andre Pflicht. Eure Spaltung ist der grosse Meineid, Welcher eurem Glauben widerspricht. Gab er euch nicht das Gebot der Liebe, Bis sein sanftes Aug im Tode brach? Fast zwen tausend Jahre sind vergangen, Und ihr sprecht von Duldung-welche Schmach!
Christen, wer für euern Glauben stritte Und dabey von Haß und Trennung sprach, Dieser that wie Moses an dem Berge, Als er zúrnend das Gesek zerbrach.
Wehe


