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Deine Engel freundlich mich umschweben, Wenn mein Nachen an dem Grabstein bricht. Heiligthum, wo Gottes Sterne brennen, Schönes land, wo alles Klarheit ist, Wo der Geist, von Himmelsluft gehoben, Alles, nur die Wahrheit nicht vergißt. O mein Auge blicket nicht vergebens In das groffe, stille Heiligthum,
Und ich ahne nicht umsonst im Kerker Jene Freyheit im Elysium.
Frey von Banden, die das Herz bestricken, Frey von Wahn und Geistessclaverey, Vater, laß mich meinen Lauf vollenden, Daß ich jener Palme würdig sey. Daß ich nicht mit Schaam hinüberblicke, Wo die Wahrheit auf dem Throne fißt; Daß ich die Gerechtigkeit nicht scheue, Deren Schwerdt hin über Welten blißt. Laß mich nie das Eitle liebgewinnen, Vater, gieb mir Weisheit und Verstand, Gieb mir stille Demuth, und vor allem Einen Sinn für jenes Vaterland. Deine Sterne blinken freundlich nieder, Deine Schöpfung schlummert friedlich ein. Alles ruht am grossen Vaterherzen;
Auch mein Schlaf wird fanft und stille seyn.
Mitt


