Sonntag.
Morgen.
Du, den Sonne, Mond und Sterne loben, Den des Seraphs goldne Harfe preist, de Den mein Herz am hellen Freudentage, Wie im Sturme, liebend Vater heißt; Groffer Geist, den keine Welt umschliesset, Den die Andacht Gott und Vater nennt, Den die tiefste Weisheit nicht ergründet, Den der Mensch nur durch den Glauben fennt; Höre mich am Tage deiner Ehre, Friede herrscht um mich und Heiterkeit, Hore mein Gebet im Morgenschimmer, Freundlicher, in deiner Herrlichkeit. Herr und Vater, laß mich Gnade finden, Wenn mein Herz in frommer Liebe glüht, Gnade, wenn ich menschlich vor dir rede, Du, der alles ewig weiß und sieht. Soll der Mensch des Irrthums Sclave werden? Laß uns fray im Reich der Wahrheit seyn! Soll die Thorheit unsern Pfad umwölken?- Schenke uns der Weisheit Sonnenschein!


