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Anhang [zu einem Ev. Gesangbuch]
Entstehung
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Anhang.

Unendlicher! wer ist, wie du?

Uns rufen's alle himmel zu: Der uns erschuf, ist groß! An macht und weisheit groß! An gut und segen groß! ist uns ermeßlich groß! Der du das nichts ins daseyn rufft,

Groß jeigtest du dich, als du schufft.

Dein wort gebot, und es geschah. Gleich funden zahllos weltenda; Und jede trat alsbald die Bahn, Die ihr dein wink wies, freu: dig an.

Groß bleibst du, da du aller denkft, Du aller welten schicksal lenkft. Die erd' auch ist dir nicht zu Flein. Du willst ihr milder herrscher feyn.

Wer beine wege forscht, erkennts, Und freut sich deines regiments. Groß, weise, gut und herrlich ist,

herrscher, was dein rath bes fchließt.

Die kronen find in deiner hand. Den weifen scheafft nur bu ver­stand;

Giebst helden ihren heldenmuth Und Fröngt das jahr mit deis nem gut.

Du treibf vom staate seuch' und frieg:

Verleihst am tag des streites fiegs Gemährst zu fröhlichem genuß

Durch frieden neuen überfluß. In unserm staub, Herr, flehen wir,

Gott, unsre suflucht für und für!

Chu deinem knecht, dem Fönig, wohl.

Von deines hohen namens ruhm

Erschallet heut dein heiligthum. Nim an die opfer unsers danks; Die jubel unsers lobgefangs. Herr, dir gefällts ia wohl, wenn dein

Das land mach deines segens soll.

Vor die sich deine menschen freun.

Sie zu beglücken, schuff du sie;

und deine gut' erschöpft sich nie. Wenn wir dich lieben, und dir traun,

Wirst du auf uns mit gnade fchaun. Amen.

Erntelied.

Mel. Lobet den herren:,: denn 263 Cauchst, chriften, 1034. jauchzet:,: Die gefilde lachen. Herr, deine luft ifs, alles froh zu machen. Durch dich, Gott, teimt und reifet das getreide, Zu unsrer freude.::

2. Mit jedem jahre:,: Füllt das land dein segen. Auf glut der sons ne giebst du milde regen.:,: Gleich Rehn erfrischt die hingesunknen saaten, und sie gerathen.::

5. Und dank und jubel:,: Jauch­set denn aus allen, Und wald, und hügel und gefild' erschallen:,: Vom lauten dir trolockenden ges tummel Bis zu dem himmel.:,:

Schük' es und sichre seinen flor,

6. Dankt, chriften, danket!:, Danket dem erhalter! Dem schutz Und bebe stets ihn mehr empor; der kindheit! ihm, der stug' im Vor allem hilf, daß frommigkeit alter!:,: Dem frohen geber, dess In unserm land stets mehr gesen treu nicht wantet. Dankt, deibt., chriften, danket!:,:

Bonns

3. Stets unerschöpflich:,: Bleibt, Gott, deine gnade; Und, wo du. wandelft, zeichnen deine pfade:: Gedeihn und wachsthum, also daß von ihnen Selbst wüften grünen.:,:

4. Du welternährer,:,: Läsfest keinen darben. Den arm der schnits ter füllen volle garben.:,: Die sats ten eerden auf der fetten weide Beseelet freude.::