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Betrachtungen und Gebete bey der Beicht- und Abendmahlsfeyer, gesammelt aus den vorzüglichern neuen Communionbüchern : nebst Morgen- und Abendandachten auf jeden Tag der Woche
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Anhang einiger Lieder.

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will ich dir, stets die Sünde haffen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen.

5. Preis sey dem Allgütigen, der mein Seufzen kennet, der den Gnadensuchenden freyen Zutritt gone net. Sing es, Seele, vor dem Herrn, fließ von Freuden über! Gott, dein Gott, verstößt nicht gern, er begnadigt lieber.

6. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner Seele! Ach! wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle; so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret: ich sey Staub; und du verzeihst dem, der wiederkehret.

Aus tiefer Noth ruf ich zu dir, der du ins Herz fannst sehen. Entzieh nicht dein Erbarmen mir; Gott, laß mich Gnad' erflehen: Ach, siehest du als Richter an, was wir nicht recht vor dir gethan; werr fann vor dir bestehen?

2. Vor dir gilt nichts, denn Gnad allein, dem Sünder zu vergeben; nie ist Der Mensch von Fehs lern rein, auch bey dem besten Leben. Und, Herr, was ist er ohne dich? Wie darf der Staub, der Sünder, sich des Ruhms vor dir erkühnen?

3. Drum will ich nur allein auf dich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf dich verlassen will ich mich, und deiner Güte trauen. Sie sagt mir zu dein theures Wort; sie ist mein Trost, und immere fort will ich mich ihrer rühmen.

4. Sind gleich bey uns der Sünden viel, bey Gott ist doch mehr Gnade; sein Arm zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade. Er ist als lein der gute Hirt, der wieder bringt, was sich ver­irrt; er hilft aus allen Nöthen.

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II.