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Betrachtungen und Gebete bey der Beicht- und Abendmahlsfeyer, gesammelt aus den vorzüglichern neuen Communionbüchern : nebst Morgen- und Abendandachten auf jeden Tag der Woche
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Abendandacht am Sonnabend. 251

alle meine Kräfte und jeden Tag meines Lebens nach deinem Willen anwenden. Das ist mein Beruf, das ist der Dank, den ich dir für deine große Güte schuldig bin. Ach Gott, wie muß ich mich vor dir demüthigen, wenn ich dieß alles sorgfäl tig erwage! Wie viel habe ich noch ver­säumt, was ich hätte thun können! Wie oft habe ich mich an dir verfündigt, bald aus Unwissenheit und Leichtsinn, bald auch mit mehrerer Leberlegung! Wie oft habe ich mich von meinen unordentlichen Begierden hinreißen lassen! Wehmüthig bekenne ich es vor dir, daß manche Stun­den und Tage meines Lebens so gut als verloren sind, und daß ich nicht bestehen kann, wenn du deßwegen mit mir ins Gericht gehen willst. Aber du bist ein barmherziger Gott, der nicht den Tod des Sünders will; sondern daß er sich bekch­re und lebe. Du verheißest durch Chris stum deine Gnade allen denen, die ihr Unrecht erkennen und an ihrer Besserung ernstlich arbeiten. Auch jetzt komme ich zu dir und flehe: Gedenke nicht, o Gott, meiner vorigen Llebertretungen, meines Leichtsinns, meiner Trägheit und Un treue; gedenke auch dessen insonderheit nicht,