für verschiedene Umstände des Lebens. 264
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Aber sieh! eine tödtliche Krankheit entkräf tet und raubet uns das so dienstbare und nügliche* Vieh.- Wir haben zwar dieses Uebel verdient oder es vielleicht selbst durch üble Behandlung und mancherley Mißbräuche der armen Thiere über uns gezogen. Mit Recht suchst du uns beim, o Gott! Deine Heimsuchung mag nun Strafe oder Prüfung, auch natürliche Folgen natürlicher Ursachen seyn! gerecht und weise ist sie gewiß.- Doch wie hart und schmerzlich fällt es uns, unsere Hausthiere, diese zur Nahrung, zur Kleidung und zum Unterhalte des Lebens so nothwen= digen Geschöpfe zu verlieren! Wenn es
dann möglich ist, o Gott, so heile und erhalte! Erbarme dich deines Volkes, und schone ihm mit dieser Züchtigung.
Wir wollen dir künftig auch für unser Vieh dankbarer seyn. Menschlicher wollen wir die Thiere behandeln, und ihnen nicht nur ihre rechte, gesunde Nahrung, sondern auch Wart und nöthige Ruhe geben. Weder fluchen, noch übelwünschen wollen wir mehr darüber. Auch an Knechten und Mägden soll diese Untugend nicht geduldet, und überhaupt keine unerlaubte, sündhafte Mißhandlung deiner guten Geschöpfe gestattet werden. Dieß versprechen wir dir, o Gott!
und
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