für jeden Monatstag.
uns strafen, und auch ewig in die Hölle werfen, ewig verdammen kann, fürchten sollen, wie sich ein gutes Kind vor seinen Eltern fürch= tet, und eben deßwegen nichts thut, was ih nen mißfallen kann. So soll auch deine Furcht o Gott! uns von Sünden abhalten, und der Grund, die Quelle der göttlichen Weisheit unserer Seele werden.
6.
Ja, deine Weisheit, o Gott! erleuchte stetshin unsern Verstand, und leite unsern Willen, daß wir alle Thorheiten verabscheuen, und nur dasjenige denken, wie auch thun oder verlangen, was dir angenehm und gefällig, eben deßwegen aber auch uns in Wahrheit heilsam und nüglich ist.
Laß mich wahrhaft fromm und aufmerksam o liebster Gott! bey jedem Gottesdienste, und in allen meinen Gebethen seyn, damit ich dieselben niemal gedankenlos daher plaudere, sondern sie dir gefällig mit wahrer Andacht entrichte, und so auch auf dein Wohlgefallen, auf deine Gnade zählen darf.
8.
Auch vom Stolz und aller Hoffart ents ferne mich, o Gott! und gieb, daß ich nach dem Beyspiele meines göttlichen Heilandes, wie sei
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