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zu erringen den Himmel eines reinen Herzens, in der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.- Ja! diese Kraft ist fähig, die Höhe einer Tugendbegeisterung zu erreichen, die kein vorüberfliegender Wonnenrausch ist, den der Genuß irdischer Freuden giebt;- nein, es ist die dauernde Seligkeit, die erhaben ist über den Wechsel weltlicher Dinge. Diese hohe Tugendbegeisterung verseßt uns tiefer in die stille Vorhalle, mit welcher das irdische Dasein an das himmlische grenzt: da wohnet der Friede Gottes, der höher ist denn alle Vernunft, oder vielmehr höher denn der grübelnde Verstand, der sich vermißt einzudringen in die Tiefen der Gottheit, und zu ergründen den Unergründlichen, der sich innig genug dem Gemüthe des frommen Beters offenbart. Von dieser Innigkeit, von diesem Gottgefühle durchdrungen, wandelt siegreich der kämpfende Geist durch die Anfechtungen der feindlichen Kräfte.
O! schön sind die Siege der Tugendkraft! Sie sind um so reiner, himmlischer, je we niger die Welt ihre Belohnungen ihnen zuwirft. Wer es ein Mal empfunden hat, wenn Stürme der Außenwelt auf ihn eindrangen, wenn körperliche Leiden ihn peinigten, wenn unfreundliche, oder gar feindliche, von menschlichen Verhältniſs sen ausgehende, Berührungen ihn trafen; wer es


