Druckschrift 
Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche in dem Herzogthume Anhalt-Cöthen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und Eigenschaften.

Welt, Daß dir der Eifer wohlge fällt, Den man der Tugend widmet.

4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut; Du bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Wil len freudig thut, Wird von dir aufgenommen: Sein Werk und Dienst gefällt dir wohl, Jt er gleich nicht, so wie er soll, Ganz Heilig, ganz vollkommen.

5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, Dem frevelnden Vers brecher, Der dein Gesetz und Recht entweiht, Bist du ein strenger, cher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewissensmarter sind sein Lohn Oft schon in diesem Leben.

6. Und bleibt auch hier viel un. gestraft, Viel Gutes unbelohnet, So kommt ein Tag der Rechen­schaft, Der keines Sünders schonet, Da stellest du ins helle Licht, Wie recht und billig dein Gericht; Dann triumphirt der Fromme.

7. Gerechter Gott, laß mich, wie du, Das Gute eifrig lieben. Gieb selber mir die Kraft dazu, Es willig auszuüben. Regt sich die Sünde noch in mir, So stärke mich die Furcht vor dir, Daß ich sie überwinde..

8. Und weil vor dir, gerechter Gott, Nur die allein bestehen, Die glaubig auf des Mittlers Tod Bei ihrer Neue sehen: So laß mich die Gerechtigkeit, Die mich von aller Schuld befreit, Im Glauben eifrig suchen.

13

Daß Niemand sie verleße. Dein Wort und unser Wohl erklärt Uns deiner Rechte hohen Werth. Sei, Herr, dafür gepriesen.

2. Was du befiehlst, machst du auch leicht Durch Antrieb, durch Vermögen. Wer nicht von deinem Rechte weicht, Den Front auch Glück und Segen. Wir preifen dich, daß du verdammst, Was bo se ist; und uns entflammst, Was unrecht ist, zu haffen.

3. Was lobenswürdig ist und nützt, Gebeutst du deinen Knech­ten; Und deine Huld belohnt und schützt Die Thaten der Gerechten, Ein Segen, den kein Sünder hat, Entsprießt durch dich aus ihrer That: Die Ruhe des Gewissens.

4. Die Frommen werden im merdar In deinem Schatten grünen: Und kommen sie auch in Gefahr, So bleibst du doch bei ihnen. Du hilfst; und ernten sie nicht gleich, Wie fruchtbar werden dann, wie reich, Die spätern Ernten werden!

5. Du, Herr, bist ihre Zuvers sicht; Du wirst gerecht vergelten; Und dann entgehet ihnen nicht Dein Lohn in bessern Welten. In deinem Lichte, wo du wohnst, Ents deckst du künftig und belohnst Mit Wonne ihre Thaten.

und giebst Uns heilige Geseke, Und willst, weil du, was gut ist, liebst,

6. Oft prangt der Sünder, wie ein Baum Voll frischer grüner Blátter, Beschattet einen weiten Raum Und trotzt dem fernen Wets ter; Doch plötzlich braust der Sturm daher, Zerbricht den stols zen Baum, und er Behält nicht

Met. Nun freut euch lieben 2c.

22. Du bist, o Gott, gerecht Stamm noch Wurzel.

7. Im Frieden scheinet er viel leicht Und weit geehrt zu sterben. 2*