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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Anhang
Entstehung
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Bon Gott, dessen Wesen

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Tücke gereichen mir alsdann zum Glücke. Gott ist getren!

8. Gott ist getren! Ver­giß, o Seel', es nicht, wie zärtlich treu er ist! Ihm treu zu seyn, sei deine liebste Pflicht, weil du so werth ihm bist! Halt fest an Gott, fei tren im Glauben! Laß nichts den starken Trost dir rauben: Gott ist getren!

Liebe, Güte und Barm­herzigkeit Gottes.

In eisener Melodie.

32 Wie groß ist des All: mächt'gen Güte; ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? der mit verhär­tetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihr gebührt? Nein, seine Liebe zu ermes: fen, fey ewig meine größte Paicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht.

2. Wer hat mich wunder­bar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich ges leitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? It's nicht der Herr, der Alles schafft?

3. Schau, o mein Geist! in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist; wo du,

mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Got­tes Güte sind sie dein. Auch darum mußte Christus lei­den, damit du könntest selig seyn.

4. Und diesen Gott follt ich nicht ehren, und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewig­

lich. Gott soll ich über Alles lieben, und meinen Nächsten gleich als mich.

5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen seyn, wie er. So lang ich dies Gebot er fülle, stell ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwach heit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht.

6. D Gott! laß deine Güt' und Liebe mir immer­dar vor Augen seyn. Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letz­ten Augenblicks.

Mel.