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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Anhang
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Bon Gott, dessen Wesen

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dein Wort verheißen hat; nach deiner Macht, nach dei

ner Treue bringst du, was du versprichst, zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, so kömmt sie doch zur rechten Zeit.

3. Und wie du das unfehl­bar giebest, was deine Lieb' uns zugedacht: so wird, wann du Vergeltung übest, die Drohung auch gewiß vollbracht; wer hier verlebet feine Pflicht, entgehet dei ner Etrafe nicht.

4. O drücke tief dieß in mein Herze, daß es vor dei­nem Wort sich scheut; gib, daß ich nie leichtsinnig scherze mit deiner Strafges rechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, was dein Befehl mir untersagt.

5. Doch laß mich auch mit festem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Trost uns jemals rauben, den wir auf dein Versprechen baun? Du bist ein Fels, dein Bund steht fest; wohl dem, der sich auf Gott verläßt!

6. Erwäge dies, o meine Seele, und traue Gott, der's treulich meint. Sei stets, nach seines Worts Befehle, der Wahrheit der Wahrheit Freund, der Lügen Feind, beweise dich, als Gottes Kind, dem Treu und Wahr­heit heilig sind.

Mel. Gott des Himmels und

31eicht, ihr Ber­Hügel, brecht, ihr Felsen, ge, fallt, ihr stürzet ein! Fester wird als Berg und Hügel, Gottes Vatertrene seyn, unbeweg­ter noch, als sie. Seine Wahrheit trüget nie.

2. Gnade hat er mir ver­sprochen, das ist Gottes Bund mit mir. Dieser Bund wird nie gebrochen; seine Trene bürgt dafür. Erd' und Himmel mag vergehn; was er zusagt, muß geschehn.

3. Nicht auf Menschen will auch bauen; wie betrüg­lich ist die Welt! Meinem Gott will ich vertrauen, der, was er gelobt, auch hält! Er, ein Feind der Heuchelei, ist wahrhaftig, ist getreu.

4. Dränt die Welt mir, mich zu haffen, und verfogt mich, will ich mich immer auf den Herrn verlaffen; er erbarmt doch meiner sich. Denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war.

5. Scheint auch er mich nicht zu achten, und verbirgt sein Angesicht; läßt mich ru­fen, läßt mich schmachten; so vergißt er mich doch nicht; denn er bleibet immerdar, was er ist und was er war.

6 Friede will er mit mir halten, wenn sich auch die Welt empört; ihre Liebe mag erkalten, bleib ich mei­

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