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Neujahrs: Lieder.
71.
er neugeborne Menschen, sohn, des Vaters Wons ne, Lust und Kron, bringt abermal ein neues Jahr, zur Freude seiner Christenschaar.
2. Deß freuet sich der Ens gel Chor, und tritt mit Jauch zen nun hervor. Es singet in den Lüften frey, daß Gott mit uns versöhnet sey.
3. Ist Gott versöhnt und unser Freund, was kann uns thun der arge Feind? troß Teufel und der Höllen Pfort! Er, JEsus, bleibet unser Hort.
4. Er bringt das rechte Jus beljahr, was trauren wir denn immerdar? Frisch auf! jetzt ist es Singens Zeit, mein JEsus
wendet alles Leid.
72.
Mel. So ist denn nun die ic.
er du bist A und D, Anfang und Ende, ein HErr der Zeit und auch der Ewigs teit, denn alles steht zu seinem Dienst bereit; zu deinem Thron, Jehovah, ich mich wende, da diese Zeit ein neues Jahr uns bringt, und Zion dir ein Halleluja singt.
2. Dich bet' ich an, unwan delbares Wesen, du Wesen, das kein Zeitenwechsel trifft, du bist, von welchem zeugt der Psalmen Schrift, daß deiner Jahre Zahl nicht ist zu lesen: denn obgleich Erd und Himmel
muß vergehn, bleibst du doch, wie du bist, bleibst ewig stehn.
3. Wir aber sind von ge stern her entstanden, und müs sen auch, eh' wir uns deß ver: sehn, oft in der besten Blüthe untergehn; wir sind wie Gras, das frühe zwar vorhanden, und doch wol, eh die Sonne von uns weicht, durchs Schnit ters Hand sein Ende schon ers reicht.
4. Das macht der Fall, der deinen Zorn erwecket, und uns in diesen Jammer hat ver senkt,( o wohl dem Menschen, der es recht bedenkt!) der sich nun über alles Fleisch erstrecket. Fleisch ist wie Heu, wie eines Grases Blum, wie leichte Spreu in seinem besten Ruhm.
5. Du bist gerecht, wer darf dein Urtheil tadeln? Doch sey gepriesen die Barmherzigkeit, die von uns nimmt so gnådig unser Leid, und uns so hoch hat wieder wollen adeln, daß, ob wir gleich hier die Verwesung sehn, wir doch dereinst zum Leben auferstehn.
6. Durch Christum ist uns dieses Heil geschenket, der kommt aus deinem Schooß zu uns herab, wird Mensch, und scheuet weder Tod noch Grab, wodurch er deine Huld so zu uns lenket, daß aller Jammer, alle Noth und Pein, uns nichts als Gegen und Gewinn muß seyn.
7. Durch ihn sind wir zur Ewigkeit erkaufet, wo Freud'
und


