Druckschrift 
Bergisches Gesangbuch : bestehend in 930, sowohl alten als neuen geistlichen Liedern für die evangelischen Gemeinen zur Erweckung heiliger Andacht, Uebung wahrer Gottseligkeit und zum christlichen Gebrauche bei dem öffentlichen und häuslichen Gottesdienste nebst Gebeten
Entstehung
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Weihnachtslieder.

Himmel tönte, Als der zur Welt denken und zu handeln. Fröh­hernieder kam, Und unsre Mensch- lich Will ich Hier im Leben heit an sich nahm, Der uns mit Dich erheben, Und einst droben Gott verföhnte! Freu dich In- Wonnevoll dich ewig loben. nig! Er, dein Führer Und Re­gierer, Kam zur Erden, Licht

Sh eigener Melodie.

und Heil auch dir zu werden. 20. Ermuntre dich, mein 2. Ja Preis uns Ehre, Gott,

schwacher Geist, Und sey dir! Wie gnadenvoll bist du trage groß Verlangen, Ein klei­auch mir In deinem Sohn er- nes Kind, das Vater heißt, Mit schienen! Du fandtest aus Er- Freuden zu empfangen! Dies barmen ihn, Um die dem Elend ist die Nacht, darin es kam, Und zu entziehn, Die schnöden Lüsten menschlich Wesen an sich nahm, dienen. Preis dir, Daß mir Das dunkle zu zerstreuen Und Neue Pfade Zu der Gnade Offen Menschen zu erfreuen. stehen! Froh kann ich nun auf wärts sehen.

2. Willkommen, Herr, der zu uns kam. Du König aller 3. Und wie vergelt ich, Hei- Ehren! Willkommen, Jesu, Got­land dir, Die große Treue, die tes Lamm! Ich will dein Lob du mir, Schon eh' ich war, be vermehren; Ich will dir all mein wiesen? Du bahntest unter bit- Lebenlang Von Herzen sagen term Leid Auch mir den Weg Preis und Dank, Daß du, da zur Seligkeit. Sey hoch dafür wir verloren, Für uns bist gepriesen! Durch dich Kann ich Mensch geboren.

Nun hienieden Gottes Frieden 3. Sohn Gottes! ach, wie Schon empfangen, Und einst vol konnt' es seyn, Dein Himmel­les Heil erlangen. reich zu lassen, zu kommen in 4. O gieb, daß ich an diesem die Welt hinein, Wo sich so viele Heil Nun auch im wahren Glau- haffen? Wie konntest du die große ben Theil Durch deinen Bei- Macht, Dein Königreich, die stand nehme; Daß ich hinweg Himmelspracht, Und dein so vom Eitlen seh, Die Wege dei- theures Leben Für Feinde gar ner Wahrheit geh, Und deiner hingeben? nie mich schäme; Bis ich Durch 4. Gemeine, die er sich erbaut, dich, Wenn ich sterbe, Zu dem Du lagst in Fluch und Schan­Erbe Deiner Frommen Auch den; Doch hat der Herr sich dir dereinst werd aufgenommen! vertraut Am Kreuz in Todes­5. Dir bring' ich, Herr, ein banden. Du warst es, Mensch, dankbar Herz, Bereit' in Freu- der Gott verließ, Warst trostlos den und im Schmerz, Wie dir's in der Finsterniß; Da kam er gefällt, zu wandeln. Verleihe deinetwegen, Und brachte Gnad' du mir selbst die Kraft, Nach und Segen.

deinem Wort gewissenhaft Zu 5. Du Fürst und Herrscher aller