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Adventslieder.
mir, o Seelengast, Lebenslang zelt, als das geliebte Lieben, erwiesen hast! Womit du alle Welt In ihren
5. Gib mir deines Geistes tausend Plagen Und großer SamGaben, Liebe, Glauben und Ge- merlast, Die kein Mund kann duld, Und Bereuung meiner aussagen, So fest umfangen hast. Schuld! Laß zu dir mich seyn 6. Das schreibt in eure Her: erhaben! Dankbar will ich für zen, Betrübte, klagt nicht mehr, und für Hofianna fingen dir!
Als ob in Gram und Schmerzen Für euch kein Helfer wär'! Send M. Herzlich thut mich verlangen. unverzagt! Ihr habet Die Hülfe 9,* Wie soll ich dich empfan- vor der Thür; Der eure Herzen gen? Und wie begegn labet Und tröstet, ist schon hier. ich dir? O aller Welt Verlan 7. Shr dürft euch nicht be gen, Du meiner Seelen Zier! mühen, Noch sorgen Tag und
Jesu, Jesu, sebe Den heil'gen Nacht, Wie ihr ihn wollet zieGeist mir bei, Damit, was dich hen Mit eures Armes Macht. ergöße, Mir kund und wichtig sey! Er kommt mit gutem Willen, 2. Dein Zion streut dir Pal- Ist voller Lieb' und Lust, All' men Und grüne Zweige hin; Angst und Noth zu stillen; Sie Auch ich will dir in Psalmen ist ihm wohl bewußt.
Ermuntern meinen Sinn. Es 8. Auch dürft ihr nicht er foll mein Herz dir grünen In schrecken Vor eurer Sünden stetem Lob und Preis, Und dei- Schuld; Nein, Jesus, will fie nem Namen dienen, So gut decken Mit seiner Lieb' und Huld. es kann und weiß.
Er kommt, er kommt den Sün3. Was hast du unterlassen, dern Zum Trost und wahrem Zu schaffen Trost und Freud', Heil, Schafft, daß bei Gottes Kin2013 wir Elende saßen In un- dern Verbleib' ihr Erb' und Theil. ferm größten Leid? Als uns 9. Laßt eure Feinde dräuen; das Reich genommen, Wo Fried' Weicht darum nicht zurück! Der und Freude lacht, Bist du, mein Herr wird fie zerstreuen In Heil, gekommen und hast uns einem Augenblick. Er kommt, er froh gemacht. kommt, ein König, Dem wahr4. Ich lag in schweren Ban- lich jeder Feind Auf Erden viel zu ben, Du kommst und machst wenig Zum Widerstand erscheint. mich los; Ich war in Spott und 10. Er kommt zum WeltgeSchanden, Du kommst und machst gerichte, Zum Fluch dem, der ihm mich groß, Und hebst mich hoch flucht; Mit Gnad' und holdem zu Ehren, Und schenkst mir großes Lichte Dem, der ihn liebt und Gut, Das sich nicht läßt verzeh- sucht. Uch komm, ach komm, o ren, Wie eitler Reichthum thut. Sonne! Und leit uns allzumal 5. Nichts, nichts hat dich ge- 3um ew'gen Licht, zur Bonne trieben 3u mir vom Himmels: In deinen Freudensaal. 10.


