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Bergisches Gesangbuch : bestehend in 930, sowohl alten als neuen geistlichen Liedern für die evangelischen Gemeinen zur Erweckung heiliger Andacht, Uebung wahrer Gottseligkeit und zum christlichen Gebrauche bei dem öffentlichen und häuslichen Gottesdienste nebst Gebeten
Entstehung
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Adventslieder.

Verwirf uns nicht, o Herr, Es gehöret dir allein; Mach' es verschone, Und gieb uns nicht der wie du gerne thust, Rein von Sünder Lohn! Wir sehn empor aller Sündenlust. zu deinem Sohne, Und flehn ge- 6. Deine Zukunft, Jeſu, war beugt vor deinem Thron: Ver- Hülf und Rettung aus Gefahr; gieb dem fündigen Geschlecht! So sey mir auch jederzeit Hülf Vor dir ist keiner je gerecht. und Trost von dir bereit.

5. D möcht' es, Vater, uns 7. Tröste, stärke, meinen Sinn, gelingen, In diesem neuen Kir- Wenn ich schwach und zaghaft chenjahr Die Sünde mächtig zu bin; Wenn die Welt, des Sa­bezwingen! Reich uns von oben tans List Meiner Schwachheit Kräfte dar; Mach uns durch furchtbar ist. deinen Geist geschickt, zu thun, was ewig uns beglückt.

8. Tritt den Schlangenkopf entzwei, Daß ich, aller Nengsten 6. Laß ferner hier dein Wort frei, Dir im Glauben um und erschallen, Daß es zum Heil den an Bleibe selig zugethan. Sünder schreckt, Und Alle, die 9. Daß, wenn du, o Lebens­dir wohlgefallen, 3u freudenrei- fürst, Herrlich wieder kommen cher Hoffnung weckt! So oft wirst, Ich dir mög' entgegen wir hier versammelt flehn, Laß, gehn, Und gerecht vor dir bestehn. Herr, uns deine Gnade sehn!

2

M. Ich dank dir schon.

In eigener Melodie.

3.* Gott sey Dank in aller

4. Gedanke, der uns Leben giebt! Wer kann dich Welt Der sein Wort ganz durchdenken? Also hat Gott beständig hält, und der Sünder die Welt geliebt, Uns ſeinen Sohn Trost und Rath Zu uns her ge- zu schenken. sendet hat.

2. Hoch über die Vernunft 2. Was der alten Väter erhöht, Umringt mit Finsternis Schaar Höchster Wunsch und sen, Füllst du mein Herz mit Sehnen war, Und was sie ge- Majestät, Und stillest mein Ge­prophezeit, Ist erfüllt mit Herr- wissen. lichkeit.

3. Ich kann der Sonne Wun­3. 3ions Hülf und Abrams der nicht, Noch ihren Bau er Lohn, Jacobs Heil, der Jung- gründen, Und doch kann ich der frau Sohn, Der von Gott ge- Sonne Licht und ihre Wärm' fandte Held Hat sich treulich ein- empfinden. gestellt.

4. So kann ich auch nicht 4. Sey willkommen, o mein Gottes Rath Von Jesu Tod er­Heil! Hosianna, o mein Theil! gründen; Allein das Göttliche Richte du auch eine Bahn Dir der That, Das kann mein Herz zu meinem Herzen an. empfinden.

5. Zeuch du Ehrenkönig ein! 5. Nimm mir den Trost, daß

Jefus