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3. Noch immer läßt er uns erbarmung finden. Er handelt nicht mit uns nach unsern fünden. Wir häufen schuld auf schrld; er läßt uns leben, Und will vergeben.
I. Tägliche Lieder.
4. Wie unwerth sind wir, Vater, deiner treue! Prüfunser herz! es flehet dir voll reue. Ach laß es uns vor dir im glauben stillen, Um Chrifti
willen!
5. Uns wohlthun, ist dein göttliches vergnügen. Dein aufsehn schůzt uns, wann wir hülflos liegen. Und wie entfeelt, umhüllt von finsternissen, Von uns nichts wissen.
6. Wår' dies für uns der lezte tag auf erden, Soll unser schlaf ein todesschlummer werden; Dann weckst du uns, die wir uns dir ergeben, Zu jenem leben.
2. Mit dankendem gemüthe Freu ich mich deiner gute; Ich freue mich in dir. Du giebst mir kraft und stärke, Gedeihn zu meinem werke, Und schaffst ein reines herz in mir.
20.
Mel. Nun ruhen alle Wälder. 69 Herr, der du mir das leben Bis diesen tag gegeben, Dich bet ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe Der treue, die ich singe, Und die du heut an mir gethan,
3. Gott, welche ruh der seelen, Nach deines wort's befehlen Einher im leben gehn; Auf deine gute hoffen, m geist den himmel offen, Und dort den preis des glaubens sehn!
4. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im staube Zu dir, o Gott, mein Heil! Ich bin der schuld entladen, Ich bin bey dir ingnaden, und in dem himmel ist mein theil.
5. Bedeckt mit deinem se gen, Eil ich der ruh' entge= 7. So legen wir getrost zur gen; Dein name sey gepreist! ruh uns nieder. Sehn wir er- Mein leben und mein ende freut die morgensonne wieder, Ist dein; in deine hände BeDann preisen wir mit heite- fehl ich, Bater, meinen geist! rerm gemüthe Des Höchsten güte.
21.
Mel. Unsre müden Augenlieder. 74 Nacht und stille führen wieder uns den milden schlaf herzu, Und die matt geword= nen glieder Sehnen sich bereits nach ruh. Aber du, versäume nicht, Meine seele, deine pflicht, Dich zu Gott noch


