12
I. Tägliche Lieder.
2. Abendlieder.
16.
Mel. Wo Gott zum Haus. 42 Ach Gott! wie ein geschwåk, verfließt Die zeit, die mir geliehen ist. So rauscht vorbey ein schneller bach; Und dein gericht, Gott, folgt ihm nach.
2. Die ewigkeit, die ewigkeit Ergreift mich nach durchlebter zeit, Jch, wenn sie kommt, sey, was ich sey, Ein sunder, oder Gott getreu.
3. Da wall ich hin, da wartet mein Das anschaun Gottes, oder pein; Ach Gott, mein Heil und mein Vertraun, Laß mich dein selig antlik schaun!
4. Du träufelst auf die muden ruh, Und wenn wir schlummern, wachest du; Ach wie viel seelen wallen nicht, Im schlummer nicht vor dein gericht!
5. Wir sind nur wie ein schlaf vor dir, Wie gras, so blühn und welken wir: Das machet unsre missethat, Die deinen zorn entzündet hat.
6. Jch zittre, Herr, und mein gebein Durchångstet ein gewaltig dräun! Denn denkst du ins gericht zu gehn, Wer kann, wer kann vor dir bestehn?
7. Ach zürne nicht auf deinen knecht, Und gnade, gnad' ergeh für recht! Versöhner, Gottessohn, mein Heil, Sey meine Zuflucht, sey mein Theil!
8. Auf daß ich klug sey, lehre mich Den tod, daß ich nichts fürcht', als dich. Dann leb' und sterb' ich dir allein; Im leben Gott, im tode dein.
9. Ich fürchte nicht, von dir bewacht, Den pfeil des tag's, das graun der nacht; Ich zittre, wenn der tod kommt, nicht: Denn Gott ist meine Zuversicht.
17.
Mel. Gott des Himmels und d.
46Da ich mich zur ruh will legen, Treuer Gott, so denk ich dran, Wie mir dein gewünschter segen heute so viel gut's gethan. Nun in Christo opfern dir Geist und lippen dank dafür.
2. Segne mich mit neuen gnaden, Segne mich mit neuer suld. Laß die sünden mir nicht schaden, Und erlaß mir alle schuld. Jesum nimm zum burgen an, Der bezahlen will und kann.
3. Segne mich in meinem schlafe, Gieb, daß unter deiner hut, Treuer Hirte deiner


