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lich besser werden, und wie auf den Stufen der Jakobsleiter zum Himmel aufsteigen.«< Denn gegen alle Laster auf Einmahl streiten, ist zu schwer; wir müssen eins nach dem andern überwinden. Das schon haben einige heidnische Weltweise geübt. Sie nahmen sich z. B. vor, vom Weintrinfen sich zu enthalten. Dann machten sie von der Fleischesluft sich frey. Hernach beslissen sie sich, auch keine Scherzlüge vorzubringen. Auf diese Weise überwanden sie alle ihre Fehler und nahmen zu im Guten. Ach! ruft der gottselige Thomas von Kempen, wenn wir alle Jahre nur Ein Laster ausrotten würden, wir möchten bald vollkommene Menschen seyn!
Wie ist nun diese Gewissenserforschung anzustellen? Morgens, wenn du aufstehst, nimm dir vor, jene Sünde, in die du oft fällst, mit besonderem Fleiß zu vermeiden, und die entgegengesetzte Tugend zu üben. Bitte dazu Gott um Gnade und Hülfe. Erneuere auch unter Tags deinen Vorjazz, und stelle um Mittag eine kurze Erforschung an. Bemerke wie oft du deinen guten Vorsatz gebrochen hast, und beeifere dich, daß die Zahl der Uebertretungen von Tag zu Tag vermindert, und die Nebungen der Tugend vermehrt werde. Vergleiche den gegenwärtigen Tag mit dem vorigen, diese Woche mit der vergangenen, und
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