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wenigstens so viel zu leisten, als er im Stande ist, und andere gottselige Werke( Gebethe, Liebesdienste, Almosen) zu verrichten, die ihm der Beichtvater auflegen wird. Auch geziemt es sich, an jedem Fasttage sich einen kleinen Abbruch zu thun, und die Gaumeniuft, die nur ausgesuchte und köstliche Speisen sucht, dadurch zu überwinden, daß man mit gemeiner und weniger schmackhaften Nahrung sich zufrieden stellt. Mit dieser för: perlichen Faste soll auch die geistliche ver bunden seyn, die darin besteht, daß man seine bösen Neigungen und Leidenschaften recht beherrscht, daß man den Zorn, die Geschwätzigkeit, den Vorwitz der Augen bezähmt, kurz, daß man von der Sünde sich enthält. dell
Die geistlichen Waffen.
Die allgemeinen Mittel gegen die Sünde sind:
1. Oft und ordentlich bey einem bestimmten Beichtvater seine Sünden beichten, und die Seele durch die heil. Kommunion stärken. 2. Täglich sein Gewissen erforschen, und vollkommene Reue erwecken.
3. Müssiggang und böse Gesellschaft
fliehen.
4. Aufmerksam Predigt hören. 5. Geistliche Bücher lesen.
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