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herrlich du durch deine Liebe seyst. Dieser verdanke ich's, daß mich nicht eine lange Nacht von Schmerzen gepeiniget, und der Anblick des Mor= gens mich nicht erschreckt hat. Dieser verdanke ich es, daß ich mit verjüngten Kräften einen neuen Morgen des Lebens genießen kann. Sey gelobet, daß du mit diesem Tage noch meine Gnadenzeit gefristet hat.
Aber vielleicht bin ich in dieser Welt zum legtenmal erwacht; vielleicht bete ich zum letztenmal zu dir. Vielleicht gehe ich zum letztenmal in die Gesellschaft meiner irdischen Brüder! Und wenn diese Vermuthung wirklich einträfe; wenn dieses mein letztes Morgengebet wäre: könnte ich wohl mit ruhigem Herzen der Stunde entges gensehen, die meine Lippen, welche jetzt zu dir beten, verschließen wird? Ach Gott! wenn ich in derjenigen Gemüthsverfassung sterben sollte, in welcher ich mich jetzt befinde, ich würde unfehlbar verloren seyn. Ach! darum flehe ich dich an, gib mir doch Gnade, durch Gebet und Wachsamkeit mich auf jenes Schicksal vorzubereiten, -welches mich ganz gewiß treffen wird. Vielleicht bete ich zum letztenmal!-Desto inbrünstiger, desto zuversichtlicher muß daher meine Andacht seyn.


