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gen an Seinen Wunden, ihre Ohren vernehmen Seine Seufzer, ihre Herzen weinen über ihre Sünden und trößten sich Seiner Gnade; sie falben Ihn mit dem Dele ihrer Dankbarkeit und Liebe, fie bringen Jhm, der Sich selbst ihnen dargebracht hat, das Beste dar, was sie haben, ihre arme, nach Seiner Gnade und Seinem Heile hungernde und durstende Seele. Passionsmelodien tönen weich und ernst, tröstlich und erschütternd mir durch die Brust; Passionsandachten und Gottesdienste häufen sich; Schaaren von Christen ziehen zum Altare, um Sein Fleisch und Sein Blut zu genießen; überall tritt mir Dein Bild entgegen, Du um meiner Sünden willen gekreuzigter Heiland! ,, Die Båter der Kirche," sagt in uralter Zeit schon ein christli cher Lehrer ,,, haben diese Zeit bestimmt und ausge sondert, daß sie zum Gebet, zur Anhörung des göttlichen Wortes, zum Fasten, zu öffentlichen Versammlungen der Andacht, zu Allmosen, zu Thränen, zum Bekenntniß begangener Sünden, und zu andern Uebungen der Art angewendet werden soll." Herr, laß diese ernste Gnadenzeit auch mir dazu dienen!
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Gebet.
D Herr Herr! Du würdigest mich, abermals in die heilige Passionszeit hineinzutreten und ein Zeuge Deines Leidens und Sterbens zu sein. Gieb mir ein Herz, das für die Segnungen dieser Zeit weit offen ist. Laß ferne von mir sein, was sich nicht geziemt, und diesen Segen mir verkümmert und wegnimmt von der Seele.
Herr laß es still sein im Herzen, im Hause, in der Semeine; wie stimmen die lauten Tône der Lust mit Deinem: ,, Meine Seele ist betrübt bis in den Tod!" mit Deinen Schmerzensseufzern, mein Erlöfer, mit den herzzerschmetternden Bußermahnungen, welche ich


