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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
Entstehung
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Geschichte des Leidens

priester war. Es war aber Caiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volf. Und sie führeten ihn zu dem Hohenpriester Caiphas, dahin alle Hohen priester und Schriftgelehrten und Ältesten sich versammlet hatten. Simon Petrus aber folgte Jesum von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Pallast des Hohenpriesters. Derselbige Jüns ger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in den Pallast. Petrus aber stand draußen vor der Thür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führete Petrum hinein. Es standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Pallaft, denn es war kalt, und wärmeten sich. Petrus aber stand bei ihnen, und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.

Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: ich habe frei öffentlich ge redet vor der Welt; ich habe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammen kommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragest du mich darum? frage die darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener Einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich, und sprach: Solltest du dent Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Habe ich übel geredet, so beweise es, daß es unrecht sey; habe ich aber recht gerebet, was schlägst du mich? Und Hannas hatte ihn gebun den gesandt zu dem Hohenpriester Caiphas.

Die Hohenpriester aber und die Ältesten, und der ganze Rath suchten falsch Zeugniß wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keines, wiewohl viele falsche Zeugen herzu traten; denn ihre Zeugnisse stimmeten nicht überein. legt traten herzu zween falsche Zeugen, und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: ich kann und will den Tempel Gottes, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist Ihr Zeugniß aber stimmte noch nicht überein. Und der He hepriester stand auf unter sie, und fragte Jesum und sprach: antwortest du nichts zu dem, daß diese wider dich zeugen: Jesus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragt ihn der Hohepriester abermal, und sprach zu ihm: Ich beschwin dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du sept Christus, der Sohn des hochgelobten Gottes? Jesus sprac