Vorbericht
vor der ersten Auflage vom Jahr 1780.
Der
er große Nußen eines guten Gesangbuchs, welches das vornehmste Lehr- und Erbauungsbuch der meisten Christen zu seyn pflegt, ist entschieden. Man hat daher in den letztern Jahren an vielen Orten schon neue, den Bedürfnissen unserer Zeiten angemessene Sammlungen von geistlichen Liedern veranstaltet und mit Beifall angenommen. Auch unser Gesangbuch bedurfte einer Verbesserung, indem unter der Menge von 1255 Liedern viele in den Gedanken und Worten fehlerhafte, manche gar anstößige, und doch in Absicht der Glaubens- und Lebenslehren wenige, worin die Gesinnungen und Empfindungen, welche die christlichen Lehren erwecken sollen, würdig und lebhaft genug dargestellt wären, in Absicht der Pflichten gegen uns selbst und den Nächsten aber fast gar keine, oder doch wenig brauchbare, vorkommen. Es wäre also der ungeånderte Abdruck unsers Gesangbuchs bei der unumgånglichen Nothwendigkeit einer abermaligen Auflage desselben Undank gegen die göttliche Vorsehung, die uns mit einem reichen Vorrathe von erbaulichen Liedern beschenkt hat, und Verletzung der Ehrerbietige


