2 Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt.
Alle die, welche in Trúbfal, empfahen. Laß die Früchte der Armuth, Krankheiten, Kindes- Erden, zur leiblichen Nothdurft nöthen und Anfechtungen sind, gehörig, mit fruchtbarer Wachauch die, welche um des heili- sung gerathen und gedeihen. Begen Evangelii und der Wahr- hüte uns vor schädlichem Ge= heit willen angefochten und ge- wässer, Ungewitter, großer Dürre Auch fangen sind, oder sonst Verfol- und tobenden Winden. gung leiden, wollest du trösten bitten wir um alles, darum du mit deinem heiligen Geiste, daß ewiger Gott gebeten seyn willst. fie solches alles für deinen vå- Verleihe uns solches aus Gnaterlichen Willen aufnehmen und den, durch das bittere Lei= erkennen, den Verfolgern und den und Sterben deines lieben Låsterern wollest du vergeben und Sohnes, unsers Herrn und fie bekehren. und Heilandes, Jesu Christi, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, wahrer Gott, in alle Ewigkeit. Amen. onu mist säishind ud hid satid 1000 al ing asid follow
Und weil wir das tägliche Brodt allein aus deiner väterlichen Hand nehmen, so gieb, daß wir es mit Danksagung
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Allmächtiger, ewiger, barmher- Nahrung und Nothdurft dieses ziger Gott, du Vater unsers Lebens gehöret. Du hast unser Herrn Jesu Christi, wir arme Gebet erhöret, und uns bisher fündhafte Menschen treten vor im Frieden erhalten. Für solche dein heiliges Angesicht, zu beten. und alle andern Wohlthaten Erhöre uns; denn du bist nicht danken wir deinem heiligen Naferne von einem jeglichen unter men. Herr, unser Herrscher, uns. In dir leben, weben und wie herrlich ist dein Name in sind wir. O so neige denn dein allen Landen! Deine Güte ist Vaterherz zu uns, um deines lieben Sohnes, Jesu Christi, willen.
es, daß wir nicht gar aus sind, und deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Dir, dem allgütigen Gott, sagen wir von Grund unserer Herzen Lob und Dank für deine Mit unsern Sünden haben vielfältigen großen Wohlthaten, die du uns aus väterlicher Liebe erzeiget hast. Du hast uns erschaffen zu deinem Ebenbilde. Durch den Tod deines lieben Wir irren alle mannigfaltig; Sohnes hast du uns von Súnden und ewiger Verdammniß erlöset. Durch die Predigt deis nes heiligen Evangelii hast du uns zur christlichen Kirche berufen. Du forgest für uns, wie ein Vater für seine Kinder, und giebst uns alles, was zur
wir haben viel böser Werke des Fleisches und der Finsternis be gangen, deiner Gnade und Geschenke haben wir vielfältig ge= mißbraucht, und den Reichthum deiner Güte und Langmüthigkeit verachtet. Solche unsere Missethat aber ist uns herzlich leid,
wir zwar viele und große Strafen verdienet. Das Tichten und Trachten unserer Herzen ist nur immerzu böse von Jugend auf.


