362
XIII. Meßgesänge.
sei gebenedeit!* Die Engel sagen: Amen!* Jetzt und in Ewigkeit!
Nach der heiligen Wandlung.
1. Hier bet' ich auf den Knieen,* Verborg'ner Gott, Dich an;* Ich will mich nicht bemühen,* Das, was Du hier gethan,* Durch Sinne zu begreifen,* Dein Wort muß mir allein,* Um hier nicht auszuschweifen, * Der Grund des Glaubens sein.
2. Die Gottheit war bedecket* Allein am Kreuzaltar,* Hier aber ist verstecket* Die Menschheit auch sogar.* Dies Denkmal deiner Güte,* Dies wahre Himmelsbrod,* Erinnert mein Gemüthe,* O Herr, an deinen Tod.
3. Wasch' mich von meinen Sünden,* O Jesu, durch dein Blut* Und laß mich Gnade finden,* Du allerhöchstes Gut!* Laß bald den Vorhang fallen,* Erschein' im vollen Licht* Und zeige mir und allen* Dein glänzend Angesicht!
Bum Agnus Dei.
1. Erfreut euch, fromme Seelen!* Ein Wunder ist gescheh'n:* Der Herr will sich verhehlen,* Kein Auge kann Ihn seh'n.* In Brod- und Weinsgestalten* Ist Jesu Fleisch und Blut* Auf dem Altar enthalten,* Dies größte Seelengut.
2. Verdeckt ist hier zu finden* Das wahre Gotteslamm,* So aller Menschen Sünden* getilgt am Kreuzesstamm.* Es ist der Seelen Speise,* Wie uns der Glaube lehrt;* Sie nährt uns auf der Reise* Und wird doch nicht verzehrt.
3. Wenn wir das Leben schließen* Und dieses Himmelsbrod* Recht wohl bereit genießen,* So kann der bitt're Tod* Uns Christen nicht erschrecken:* Es ist ein Unterpfand,* Daß Gott uns wird bedecken* Mit seiner starken Hand.
4. Herr Jesu, deiner Liebe* Sei Ehre, Lob und Dant,* Weil Du nach ihrem Triebe* Zur Speise und zum Trank* Dein Fleisch und Blut gegeben,*
In


