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Philothea des heiligen Jünglings Aloysius / von Ludwig Donin f.e. Curpriester
Entstehung
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Ph. Freudig will ich dich hören und deine Worte zu Herzen nehmen; denn ich weiß ja, daß du von deinem 7ten Jahre an bis zu deinem seligen Tode keine Todsünde begangen; daß du von deinem 7ten Jahre an ein vollkommenes Leben geführt, und du nie eine sinnliche Lust gehabt hast. Ich weiß recht wohl, daß du im Gebete und in der Betrachtung höchst selten zerstreut, und stets ein Muster der Demuth, der Abtödtung, Enthaltsamkeit, Weisheit, Fröm­migkeit und Sittenreinheit gewesen bist, und du sogleich in den Himmel aufgenommen wor den bist*). Wie gelangtest du aber, o über­glücklicher Aloystus, zu dieser großen Vollkom­menheit?

21. Ich lebte in der Welt, in der du lebest. Ich bin zu Castiglione**), der Haupt­stadt der Markgrafschaft meines Vaters, Don Ferdinand, den 9. März 1568, auf die Welt gekommen. Meine Mutter hieß Donna Martha, und war Hofdame der Königin Isabella von

*) Bellarmin L. Cepari 228.

**) Diocese Brescia unter Papst Pius an einem

Freitag.