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[Tägliches Handbuch] / [von Johann Friedrich Starck]. [Nebst] Tägliches Gebet-Büchlein für Schwangere, Gebärende und Sechswöchnerinnen [...]
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für Unfruchtbare.

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8) Hiebei sollen sich Cheleute auch fleißig hüten ver Mißvergnügen gegen ihren Ehegatten, wenn das Weib die Schuld auf den Mann, und der Mann fie auf das Weib schieben wollte, sondern bedenken, daß es Gott sey, der ihnen die Frucht des Leibes nicht geben will, 1 Mof. 30, v. 2.; derobalben sie doch einander herzlich lieben und mit Gott zufrieden seyn sollen, weil teines von beiden ohne Gottes Gebet, Segen und Willen etwas dazu thun kann. Absonderlich aber sollen sie sich auch vor Argwohn, Reid und Mißgunst hüten, wenn etwa die Freunde, Brüder und Schwestern schon nach der künftigen Erbtheilung fragen und trachten, sondern auf­richtig in der Liebe gegen einander verharren, die Ohrenbläfer abweisen, und auch in den irdischen Gütern nach der Billigkeit und Liebe, wenn es ja einmal seyn muß, eine Verordnung machen.

9) Läßt Gott es frommen Chelenten an Kindern fehlen, so sollen sie desto mehr in der Liebe Jesu zunehmen, und da die, welche Kinder haben, so oft am Gebet, am Gottesdienst und Erbauung durch die Kinder verhindert werden, so können sie desto mehr dem Dienst Gottes ungehindert und ungestört abwarten.

10) Schenkt Gott chriftlichen Eheleuten keine leibliche Kinder, so sollen sie desto mehr die Armen sich lassen empfohlen seyn, frommen Kindern Gutes thun, sie kleiden, in die Schule halten, zu ihrer Erziehung helfen, welche Kinder dann solche Ehe­leute am jüngsten Tage als Vater und Mutter prei­fen, und auch vor Gott rühmen werden: diese haben mich gekleidet, gespeiset und getränket, Matth. 25.

11) Endlich mögen Eheleute auch wohl bedenken, ob sie etwa die Kinder nur als eine Gabe Gottes halten. Meinen sie, es sey eine Naturgabe, welche