18
Der glaubige Chrift
tes Wort, an dem von thm bestimmten Ort, und diene Gott von Herzen.
5. Am meisten denk an Gottes Macht, wenn dein Aug um dich schauet, wie er die Schöpfung hat vollbracht, da er die Welt gebauet, mit Wolken sie schön eingehüllt, mit reichen Gaben angefüllt, zum Nuß und Freud der Menschen.
6. Betrachte, wie auch Jesus Christ an diesem Lag erstanden und aus dem Grab gegangen ist, nachdem bie Todesbanden darinnen waren abgelegt; wohl dem, der gläubig das erwägt, und Jesum dafür preiset.
7. Der heil'ge Geist ist sichtbarlich am Sonntag ausgegossen, o Reichthum, welcher gnädiglich auf uns auch kommt geflossen. Denn dieses Geistes Kraft und Licht versaget uns der Höchfte nicht, zum Glauben uns zu bringen.
8. An diesem Tage sollst auch du dich deiner Tauf erfreuen, und in der stillen Seelenruh den Bund mit Gott erneuen, und denk baran die ganze Woch, ja, auch so lang du lebeft noch, erfreu dich deiner Taufe.
9. Hiebei erwäge allezeit, was Gott dir hat gege ben, wie er nach seiner Gütigkeit, erhält annoch dein Leben, wie er dich schüßet und ernährt, wie dich sein heilig Wort noch lehrt, und zu dem Himmel führet.
10. Du sollst in deinem Christenthum an diesem Tag zunehmen, und dich zu deines Gottes Ruhm, der Frömmigkeit nicht schämen; du sollst in Gottes Tempel stehn, wenn Andere der Sünd nachgehn, und sein Wort fleißig lesen.
11. Dem Wort gieb in dem Herzen Play, und zeig es in den Früchten, und sammle in die einen Schaß, der dich einst kann aufrichten in Traurigkeit, in Angst und Noth, in Krankheit, Trübsal und im Tod, ja auf dem Sterbebette.
12. So wird dir Gott auch gnädig seyn, es stel


