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Gesänge und Gebete
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Na- men fort und fort!

Pred.

Lasset uns beten!

Wie im Vaterhause haben wir uns versammelt in dieser Weihestunde, um in heiligender Gemeinschaft Geist und Herz zu läutern und zu erheben, das Band der Bruderliebe auf's Neue zu befestigen und uns zu begei­stern für Wahrheit und Tugend.

Gottes heilige Kraft hat uns im Verlauf der Woche gestärkt und sein Geist hat segnend gewaltet unter uns. Doch wir fühlen, daß wir neue Kraft zur Erfüllung un serer Pflichten durch den Geist heiligender Gemeinschaft bedürfen. Denn in der Trennung wurde die Selbstsucht wach in uns, und wendete unsere Gesinnung zum Klein­lichen, verleitete das Herz zu Hochmuth und Härte, zu Haß und zu Neid, und spannte die Geisteskraft ab im Streben nach Vollkommenheit. Unsere Schuld tritt in dieser Weihestunde, die uns an unsere Würde und Be­stimmung mahnt, lebendiger vor unsere Seele, betrübt unser Herz und erfüllt es mit Reue und Schmerz über all das Unrecht, das wir begangen in Gedanken, Worten und Werken. Doch wir richten uns empor aus der Nie­dergeschlagenheit und blicken auf zu Gott, dem allliebenden Geist, wie auch zu unsern Brüdern und Schwestern, die wir beleidigt haben, und geloben Alle, der Arme und der Reiche, der Vorgesetzte und der Untergebene, durch erneuerten Eifer unserer Bestimmung nachzukommen, den Geist zu vervollkommnen, das Herz zu veredeln und, be­wußt unserer Würde, in freudiger Bruderliebe zu leben und zu wirken.