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mich bis in mein hohes Alter begleitet hat, und auch jetzt die Hinfälligkeit meines erschöpften Körpers liebreich unterstüßet. Ich fühle, wie die Hütte meines Lebens mit jedem Tage baufälliger wird, und wie ich nach und nach zu jener Kraftlosigkeit herabsinke, die der Vorbote des Todes ist. Ich habe nun aus tausend Erfahrungen gelernet, daß unter der Sonne alles eitel und vergänglich, und daß diese Erde der Ort nicht sey, wo ich zu einer dauerhaften Zufriedenheit, zum wahren Glücke und Ehrlichkeit gelangen kann. Unwider
bringlich sind die Jahre, die ich verlebt habe, dahin, und mit ihnen sind verschwunden alle die falschen Glückseligkeiten, denen ich in meiner Jugend und in meinem männlichen Alter so gierig nachjagte, deren Andenken mir auch jetzt größtentheils Thorheit und Bosheit verrücket. O wie sehr wird dadurch mein Herz mit Schmerz und Reue erfüllet!
Aber wie, wenn das Alter mich noch nicht weiser, nicht tugendhafter gemacht hätte? Wenn mein Eifer in deinem Dienste, o mein Gott! zugleich mit meinem Blute fälter, meine Andacht mit der Abnahme meiner Lebhaftigkeit kraftloser geworden wäre? Oliebster Gott und Vater im Himmel! erbarme dich meiner und verzeih mir alle meine Sünden!


