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aufbrausenden Leidenschaften die stärksten Anfälle auszuhalten haben; in dem Alter, wo die jugendliche Unbesonnenheit und Unerfahrenheit der größten Gefahr, den Verstand und das Herz zu verderben, mich ausseßen; wo überdieß verführende Beispiele nur gar zu leicht die gute Erziehung vertilgen,- kurz in eben dem Alter befinde ich mich, dessen gute oder schlechte Anwendung über mein künftiges Schicksal entscheiden, und zu meinem Wohl oder Untergang in den folgenden Jahren den Grund legen wird.
Herr, du Zuflucht der Schwachen! verlaß mich in diesen Gefahren mit deiner Gnade nicht! waffne mich mit Stärke wider die Macht der sich empörenden Sinnlichkeit, mit Weisheit gegen die Täuschungen meiner Sinne, und mit Mißtrauen gegen die Verheißungen der verführerischen Welt. Verleih gnädigst, daß
ich das Laster, in was immer für einer reizenden Gestalt es mir erscheinen mag, unaufhalt sam fliehe. Behüte mich, o Herr! vor jeder Gewohnheit zu fündigen, damit ich in dem Alter keine Vergehungen meiner Jugend zu beweinen habe, sondern vielmehr in der Got tesfurcht und Gottesliebe täglich zunehme. Steh mir gegen die Feinde der Tugend bei;


