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Benjamin Schmolckens
Abend- Andacht
am Sonnabend.
So o endigt sich der Tag zugleich mit dieser
Wochen; ich endige, mein Gott, nur deine Gnade nicht! Ich habe heute zwar aufs neue viel verbrochen, doch tröstet mich dein Wort, du willst mein Sterben nicht. Und also werf ich dir mein Herz zu deinen Füßen, und klage reuevoll dir meine Misses that. Verstoß mich Armen nicht, sich hin auf Christi Büßen, weil er durch seinen Tod für mich bezahlet hat. Kein Mensch ist engelrein, wir allzumal sind Sünder, es mangelt uns der Ruhm, der uns vor Gott gebührt; jedoch dein Sohn hat mich und andre Sündenkinder vor deinen Gnadenstuhl durch sein Verdienst geführt. Ach streich die Schulden aus mit deinem theuren Blute, und kühle deinen Zorn in diesen Strömen ab; was er gelitten hat, das kom me mir zu gute, der Wunden tiefes Meer sen meiner Sünden Grab. Darauf verlaß ich mich, und so geh ich zu Bette, ich werde wieder Kind, du lieber Vater seyn; wenn ich auch diesen Trost bey meiner Ruh nicht hátte, so schlief ich ganz gewiß mit Furcht und Grauen ein. Doch ehe sich mein Haupt zum Schlafe niedersenkt, so brenn ich dir
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