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Benjamin Schmolckens
frey von der Strafe seyn. Allein, so muß ich mich auch heute schuldig finden, mir fällt viel Böses jetzt und wenig Gutes ein. Ich Hab' es schlecht bedacht, wie du an diesem Tage für aller Menschen Schuld so schmerzlich haft gebüßt; wie dir dein Leidensgang durch ungemeine Plage, bis an des KreuzesStamm so fauer worden ist. Die Bande, die du trugst; die Dornen, die dich ritten; die Geißeln, die den Leib mit Striemen angefüllt; die Wunden, welche Blut mit gane zen Strömen schwißten; dein Durst, dein Gallentrank, dein blaffes Todtenbild, die hátten heute mir vor Augen sollen schweben; dir, du Gekreuzigter, sollt ich gewidmet seyn; doch, Jefu, überdenk ich auch mein heur'ges Leben, so muß auch wider mich der Tag ein Zeuge seyn. O unbeflecktes Lamm, auch ich schlug dir die Wunden, und meine Missethat bracht an das Kreuze dich; doch hab ich schon bey dir Heil und Erlösung funden; mein Glaub umfaffet dich, dein Kreuztod tröstet mich. Deintheur'r vergoß nes Blut floß auch für mich, den Armens wird dieser theure Schaß umsonst vergoffen seyn? Auch für den beut'gen Tag hoff ich bey dir Erbarmen; ich habe dich erlöst, fagst du, du bist ja mein. Ja, ja, du hilfest mir von meinen Sünden- Schmerzen, dein hei:
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