Vorrede.
Diesem Uebel nun abzuhelfen, hat schon der heis lige Geist in seinem Worte die Gebete rechtschaffener Herzen aufzeichnen lassen, damit der Bosheit zu wehren, der Einfalt fortzuhelfen, und die Trägheit aufzumuntern. Eben diesen Zweck haben andere geistreiche Männer gehabt, wenn sie die Gebete, so ihnen die Erleuchtung des göttlichen Worts eingegeben, die inbrünstige Andacht angegeben, die Versuchung der mancherlei Widerwärtigkeiten aber oft abgedrungen, auch zum allgemeinen Nußen anderer öffentlich aufgesetzt. Aus dieser schönen Fülle und Vorrath sind gegenwärtige Andachten und Gebete mit Fleiß ausgelesen worden, die bes sonders den Zustand eines sich zu Gott im Beichta stuhl und Abendmahl nahenden rechtschaffenen Christen, vor, in, und nach solcher höchstwichtigen Handlung, betreffen.
Wir wünschen nur von Herzen! daß der barmherzige Gott unsern redlichen Zweck hierbey erfüllen wolle, der darin besteht, daß seine Ehre befördert, und rechtschaffene Seelen in ihrer vertraulichen Unterredung mit ihrem Gott kräftig unterhalten werden mögen. Er erhöre seine Kinder, die in diesen Gebeten ihr Herz vor ihm ausschütten werden, und beweise seinen Wohlgefallen an derselben durch wirkliche Ertheilung des Trostes und Segens, den er andächtigen Betern verheißen hat.
Nach


