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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung
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90 Am 23. und 24. Sonntage nach Trinitatis.

Evang. am 23. Sonnt. nach Trinit., Matth. 22, V. 15:22. Da a gingen die Pharisäer hin, und hielten einen Rath, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger, sammt Herodis Dienern, und spra­chen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrst den Weg Gottes recht, und du frageft nach Niemanden, denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dünket dich? Ist es recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze. Und sie reichten ihm einen Gro­schen dar. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das höreten, verwunderten sie sich und ließen ihn, und gingen davon.

Epistel, Phil. 3, V. 17 21.

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Folget mir, lieben Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Christi, welcher Ende ist die Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen.

Evang. am 24. Sonnt. nach Trinit., Matth. 9, V. 18-26.

Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: