Erster Theil. Vom Wesen Gottes 2c. 23 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten. Mel. O Gott, du frommer.- 8.
14. Anbetungswürd'ger Gott! mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße meinem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung seyn.
2. Du bist das höchste Gut; du weißt von keinem Leide; stets ruhig in dir selbst schmeckst du vollkommne Freude. Dein ist die Herrlichkeit. Auch ohne Creatur bist du dir selbst genug, du Schöpfer der Natur.
3. Du riefst dem, das nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs Mannigfaltigste um dich her auszubreiten. Die Liebe bist du selbst; Verstand und Rath ist dein; und du gebrauchst sie gern, zu segnen, zu erfreun.
4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kråft'gen Wort trågst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmöglich fällt. tool noci dina
5. Du bist der Herren Herr. Der Erde Majestäten sind, Höchster, vor dir Staub. Auch Geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß bestehn.


