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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für evangelische Gemeinen
Entstehung
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Anhang.

544

931.

Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. Welt! sieb bier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil finkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und großem Spott.

2. Tritt her und schau mit 9. Jch bin, mein Heil, ver­Fleiße, sein Leib ist ganz mit bunden all' Augenblick und Schweiße des Blutes überfüllt. Stunden dir überhoch und sehr. Aus seinem edlen Herzen, vor Was Leib und Seel vermögen, unerschöpften Schmerzen, ein das soll ich billig legen allzeit Seufzer nach dem andern quillt. an deinen Dienst und Ehr'.

3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Missethaten weißt du nicht.

10. Nun ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn.

11. Jch will's vor Augen feßen, mich stets daran ergößen, ich sey auch, wo ich sey; es soll mir seyn ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb' und unverfälschten Treu'.

4. Jch, ich und meine Sün­ben, die sich wie Körnlein fin­den des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget und das be­trübte Marterbeer..

Mir läsfest du dich frönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest Alles mit Geduld.

8. Du spring'st in's Todes Rachen, mich frei und los zu machen von solchem Ungeheu'r; mein Sterben nimmst du abe, vergräbt es in dem Grabe. O unerhörtes Liebesfeu'r!

5. Jch bin's, ich sollte büßen, 12. Wie heftig unsre Sünden an Händen und an Füßen ge- den frommen Gott entzünden, bunden in der Höll'; die Gei- wie Rach' und Eifer gehn, wie Beln und die Banden und was grausam seine Ruthen, wie zor du ausgestanden, das hat vernig seine Fluthen, will ich aus dienet meine Seel'.

deinem Leiden sehn.

6. Du nimmst auf deinen 13. Ich will daraus fludiren, Rücken die Laften, die mich wie ich mein Herz soll zieren drücken, viel schwerer als ein mit stillem sanften Muth, und Stein; du wirst ein Fluch, wie ich die soll lieben, die mich dagegen berehrst du mir den doch sehr betrüben mit Werken, Segen, dein Schmerzen muß so die Bosheit thut. mein Labsal seyn.

14. Wenn böse Zungen stechen, 7. Du setzest dich zum Bür- mir Glimpf und Namen brechen, gen, ja läß'st dich gar erwürgen, so will ich zähmen mich; das für mich und meine Schuld. Ulnrecht will ich dulden, dem