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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für evangelische Gemeinen
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Anhang.

541

4. Find't sich Gefährlichkeit,| O Haupt, sonst schön gezieret so laß mich nicht verzagen, gieb mit höchster Ebr' und Zier, einen Heldenmuth, das Kreuz jetzt aber höchst schimpfiret, ge bilf selber tragen. Gieb, daß grüßet seyft du mir! ich meine Feind' mit Sanft­muth überwind', und, wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind'.

5. Laß mich mit jedermann in Fried' und Freundschaft leben, so weit als christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reich thum, Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, daß von unrech­tem Gut nichts untermenget sey.

6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt bindurch in's Alter dringen; so gieb Ge­duld, vor Sünd' und Schanden mich bewahr', auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar.

7. Laß mich an meinem End' auf Chrifti Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn' bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Rub' an ihrer Seite bab'.

8. Wenn du die Todten wirft an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand nach meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm' und meinen Leib wed' auf und führ' ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf.

2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit; wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augen­licht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zu­gericht't?

3. Die Farbe deiner Wangen, der rothen Lippen Pracht ist bin und ganz bergangen: des blaffen Todes Macht hat Alles bingenommen, hat Alles hinge­rafft, und daher bist du kom­men von deines Leibes Kraft.

mel. Herzlich thut mich verlangen c. 926.

4. Nun, was du, Herr, er­duldet, ift Alles meine Laft, ich hab' es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, bier fieb' ich Armer, der Zorn verdienet hat: gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad'!

5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan: dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Koft, dein Geift hat mich begabet mit mancher Himmelsluft.

6. Ich will hier bei dir fte­ben, berachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen,

Haupt voll Blut wenn dir dein Herze bricht;

und Wunden, voll wenn dein Haupt wird

ers

Schmerz und voller Hohn! blaffen im letzten Todesstoß, D Haupt, zum Spott gebun- alsdann will ich dich faffen in den mit einer Dornenkron'! meinen Arm und School.