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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für evangelische Gemeinen
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Allgemeine Bitten.

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6. Schenk allen Frommen freud'gen Muth, gern zu ent­behren zeitlich Gut, und lente ew'gen Lebens Glück.

auf des

7. Hör unser brünstiges Ge­bet, das allen Brüdern Heil er­flebt; laß sie gesegnet seyn in dir, dann preisen wir dich für und für.

Mel. Sey Lob und Ehr' dem ic.

9. Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wollen gehen; du frönft uns mit Barmherzigkeit und eilft, uns beizufteben. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flebn, hör' auf mein Wort, denn ich will vor dir beten.

2. Jch bitte nicht um Ueber­fluß, um Schäße dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du ge­fandt, und mich selbst zu er­

kennen.

Mel. Schmücke dich sc.

10. Gott, vor dem die En­gel fnieen und in bo­her Andacht glühen! du erlaubft auch mir, zu beten, findlich vor dich hinzutreten. Und du blickst, wie Båter pflegen, liebreich dei­nem Kind' entgegen; ja, du giebst, noch eh' ich flehe, mir schon mehr, als ich verstehe.

3. Jch bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr fie Menschen rüh­ren; des guten Namens Eigen­thum laß mich nur nicht ber lieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und from mer Freunde Liebe.

4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden.

2. Dennoch böre, Vater, höre, was ich demuthsvoll begehre: eif riger möcht' ich entbrennen, dich zu suchen, dich zu kennen; daß mich, wo ich immer lebe, deine Herrlichkeit umschwebe, und ich dich bei Freud' und Schmerzen immer hab' in meinem Herzen.

3. Christus bleibe meine Freu­de, daß ich nie von ihm mich scheide, der durch Leben und durch Sterben mich erlöste vom Ver­derben; daß auch, wenn der Frevler Rotten über seine Lehre fpotten, niemand je den Ruhm mir raube, daß ich treulich lieb' und glaube.

4. Deinen Geist, der Gläub'­gen Führer, gieb auch mir, Gott, zum Regierer, daß ich stets den Pfad erwähle, der zum Heil führt meine Seele; daß ich ernst nach Wahrheit ringe und der Sünde Macht bezwinge, in des Geistes Kraft und Freude fröhlich sey, auch wenn ich leide.

5. Willst du, Herr, in diesem Leben auch noch Irdisches mir geben: so erhalt mir Muth und Kräfte, segne des Berufs Ge­schäfte, daß ich, Dürftige zu la ben, ferner mög' ein Scherflein