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Das Jahr der Kirche : [Gedichte] / Ida Hahn-Hahn
Entstehung
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Doch ihre Anker tanzen auf den Wogen Und sinken nimmermehr zum festen Grund, Vom Wellenschlag zerbrochen und verbogen, Ringt sich das Herz mit ihnen müd' und wund.

Dann fällt die Seele wie im Fieberschlafe, Verzehrt von heißer Leidenschaften Brand, Des Bösen Spielball und der Sinne Sclave, In Zweifel und in der Verzweiflung Hand. Dann taumelt sie aus ihrem Todesschlummer Nur auf zu Missethat, zu Fluch und Spott, Und heult als Grablied ihrem eignen Kummer: Gieb dich zufrieden! sei dir selbst dein Gott!"

Aus diesem Knäuel von verwirrten Ketten, Von bunten Schlangen und von Flitterpracht, Will eine Hand, o Seele, dich erretten, Zum Tag dich führen aus der Lüge Nacht.

Wach auf! wach auf! es dämmert schon die Frühe!- Du kannst nicht gehn?- du bist zu matt? zu schwach? Thu nur die Augen auf und steh!- o stehe, Es kommt auch dir das Heil, der neue Tag!

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