VIII
kurzes, ungewisses, flüchtiges Leben, das sich auf eine Handvoll Jahre beschränkt. Da hält sie denn diesen vergänglichen Jahren von Staub und im Staube ihr übernatürliches Jahr gegenüber auch eine regelmäßige Abtheilung der Zeit, aber belebt von der Sonne der Gnaden und daher auch voll ewigem Inhalt. In jedem ihrer Jahre geht sie das ganze Werk der Erlösung durch, beginnend mit der Sehnsucht des gefallnen Menschen nach Gott, im Advent schließend mit der Vereinigung des geheiligten Menschen mit Gott bei dem Weltgericht. Wie einen Diamant, der in tausend Lichtern und Farben von wunderbarer Schönheit glüht und funkelt, legt fie das Gotteswerk in die köstliche goldene Fassung der Sonn-, Fest- und Feiertage jedes Jahres hinein. So umfaßt denn das Jahr der Kirche die ewige Bestimmung der ganzen Menschheit und jeder einzelnen Seele, eine Bestimmung, die sich in Erwartung der Gnade, Kampf mit
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