475
schweigischen Theologen 1577 die Concordienformel, mußte vor den Calvinisten aus Sachsen flüchten, Superintendent zu Hildesheim, ordnete die Kirche in Ostfriesland, schlichtete Streitigkeiten in Minden und Augsburg, nach Leipzig zurückberufen starb er am fünften Tage nach seiner Ankunft 1592, ein frommer und sanftmüthiger Mann, aber kein Wetterhahn und Wendehals in der Lehre christlicher Religion", zum täglichen Gebete hatte er sich 622 gedichtet, ein Kenner und Pfleger der heiligen Musik. 112. 157(?). 185. 212(?). 363. 406. 622.
Sieber, Justus, geb. 1628 zu Eimbeck, Pfarrer zu Schandau in Sachsen, geft. 1695. 267. 469. 564.
Siegfried, Johann, geb. 1564, Superintendent zu Schleiz, geft. 1637., 382( von einigen dem Joh. Leon zugeschrieben),
Solius, Christophorus, zu Luthers Zeit Pfarrer in Straßburg. 74. Spener, Philipp Jacob, geb. 1635 zu Rappoltsweiler im Ober- Elsaß, zuerst Prediger und Professor in Straßburg, 1666 Senior des geistlichen Ministeriums in Frankfurt am Main, führte die Katechismusübungen und die Confirmationsfeier ein, hielt zuerst Erbauungsstunden in seinem Hause, durch Wort und Schriften ein Wecker vieler Seelen, ein helles Licht in der lutherischen Kirche; 1686 Oberhofprediger in Dresden, ein Warner und Wecker auch seines Kurfürsten, der sich darum seiner zu entledigen suchte, daher ward Spener 1691 nach Berlin als Probst und Consistorialrath berufen, half die Universität Halle gründen, starb 1705, ein gewaltiger Beter, der geistliche Vater vieler Seelen, der geistliche Rathgeber fast von ganz Deutschland, voll Weisheit und Sanft muth, voll Leben und Wissen aus Gott, der demüthige Urheber einer großen Bewegung in der evangelischen Kirche. 71.
Spengler, Lazarus, geb. 1479 zu Nürnberg, seit 1507 Rathsschreiber dafelbst, gest. 1534, einer der frühesten und eifrigsten Beförderer der Reformation, Luthers Freund, der auch sein Glaubensbekenntniß herausgab. 187.
Speratus, Paul, geb. 1484 aus der schwäbischen Familie von Spretten, Lehrer und Prediger des lautern Wortes Gottes in Salzburg, Wien, Iglau in Mähren, von wo er nach Errettung aus vielen Verfolgungen 1523 nach Wittenberg zu Luther kam, 1525 Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen und Bischof von Pomefanien, führte mit Graumann die Reformation in Preußen ein, gest. 1554. 188. Ungewiß, ob auch 215.
Stegmann, Jofua, geb. 1588 zu Sulzfeld in Franken, Superintendent und Professor zu Rinteln, gest. 1632. 337. 355.
Steuerlein, Johann, geb. 1546 zu Schmalkalden, Stadtschultheiß zu Meiningen, gest. 1613. 39. V. 1. 2.
Stockmann, Paul, geb. 1603 zu Lügen, Pfarrer daselbst, gest. 1636 an der Pest. 526.
Stolberg, Anna Gräfin von, um 1600, foll 377 gedichtet haben, welches Undere dem Simon Graf zuschreiben.
Tafinger, Wilhelm Gottlieb, geb. 1691 zu Vaihingen in Würtemberg, Prälat und Stiftsprediger zu Stuttgart, gest. 1757, 599.
Tapp, Jacob, Superintendent zu Schöningen im Braunschweigischen um 1620. 39. V. 4-6.
Thilo, Valentin, der Jüngere, geb. 1607 zu Königsberg, Professor der Redekunst daselbst, gest. 1662. 15.


